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Programm

Leitbild

Ausgehend von einem positiven Bild vom Menschen entfalten wir auf allen zwischenmenschlichen Ebenen im schulischen Zusammenleben eine Kultur des Miteinanders, die getragen ist von Achtung, Respekt, Annahme und Wertschätzung.

Auf dieser Grundlage begleiten wir, orientiert an den individuellen Förderzielen und in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, die Schüler in ihrer schulischen als auch persönlich-menschlichen Entwicklung, die sie letztendlich zur mündigen, selbständigen und verantwortungsvollen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben befähigen soll.

 

Grundlagen unserer Arbeit

„Erziehung und Unterricht“ im Schulprogramm der Förderschule Berliner Straße orientiert sich an sechs Fragestellungen, aus denen sich jeweils strukturelle, didaktisch-methodische als auch (sonder)pädagogische Prinzipien als  gestaltgebende und kennzeichnende Charakteristika der Förderschule Berliner Straße ergeben:

 

Wie gestalten (rhythmisieren) wir den Schulalltag für die besondere Zielgruppe der Förderschule Berliner Straße?

Der Schullalltag folgt bestimmten, immer wiederkehrenden Ritualen, die sowohl für den Bereich der Grund- als auch für den Bereich der Hauptschule Gültigkeit beanspruchen können:

Transparenz über den Jahresablauf
durch eine gezielte und transparente Jahresplanung.

Transparenz über den Tagesablauf
und damit Vorhersehbarkeit und eine einschätzbare Struktur für die
Schüler.

Hausaufgaben und Mitteilungshefte
werden kontrolliert, aktualisiert und besprochen.

Gruppen- und/oder Individualgespräche
Konfliktklärung, Austausch und Information, Schülerberichte und Aktuelles.

Individuelle Arbeitsphasen und Pausen
im Sinne  von rhythmisierter An- und Entspannung der Lernanforde-rungen, immer orientiert an den individuellen Möglichkeiten der einzelnen Schüler.

gemeinsames Tagesende
im Sinne von ritualisierten gruppenbezogenen- oder  individuellen
Abschlussreflexionen und Verhaltensrückmeldungen, gemeinsames
Aufräumen / Klassendienste, Ausblick auf den Folgetag,Hausauf-gabenbesprechung, Abschlussspiele, etc..

In allen Phasen des Tagesablaufes haben Konfliktklärung, die Erarbeitung von Konfliktlösungsstrategien, sowie das Erkennen der eigenen Beteiligung am Konflikt unter der Anleitung der verantwortlichen Lehrkräfte i. S. des Prinzips „Störungen haben Vorrang“ (R. Cohn) oberste Priorität.

 

Welche besonderen pädagogischen und inhaltlichen Merkmale zeichnen den Unterricht an der Förderschule Berliner Straße aus?

Der sonderpädagogische Unterricht an der Förderschule Berliner Straße orientiert sich an folgenden Prinzipien des Unterrichts:

Konfliktklärung vor fächerzentriertem Lernen
im Sinne des oben genannten Prinzips  „Störungen haben Vorrang“ und als Grundlage für die Förderung des schulischen Lernens.

ein hohes Maß an Individualisierung und Differenzierung
im Inneren und Äußeren.

Prozessorientierte Phasierung der Lernanforderungen
d.h. angepasste Phasenwechsel von An- und Entspannung, um eine
optimale Lernatmosphäre für die Schüler zu schaffen.

ein hohes Maß an individuellen themen- und bedürfniszentrierten
sowie fächerübergreifenden didaktisch-methodischen
Entscheidungen
immer orientiert am Lern- und Leistungsstand der Klasse/ Schüler unter Einbezug von Projektarbeit, freier Arbeit, etc..

Strukturierter Raum
d. h. verschiedene Raumbereiche für bestimmte Unterrichtaktivitäten.

bestimmtes Lehrerverhalten und transparente Interventionen
berechenbar, gleichbleibend, etc..

Die äußere Strukturierung von Zeit, Raum, didaktisch-methodischen Entscheidungen sowie der Interventionsstrategien sollen dem Kind dazu dienen, inneren Halt zu finden und darauf basierend individuelle Lernfortschritte machen zu können.

 

Welchen Grundsätzen und Prinzipien folgt das team- als auch kollegiumsbezogene Lehrerverhalten an der Förderschule Berliner Straße?

Die Lehrer einer Klassenstufe bzw. eines Teams als auch das Kollegium als Ganzes  an der Förderschule Berliner Straße versuchen in ihrem Ungang mit den Kindern und Jugendlichen in ihrem Lehrerverhalten bestimmten padägogisch-psychologischen Grundsätzen und Prinzipien zu folgen.

ein wertschätzendes und akzeptierendes Zugehen auf das Kind
im Sinne einer ressourcen- und kompetenzorientierten Sicht auf die Kinder in besonderen Problemlagen.

Transparenz, Verbindlichkeit, Konsequenz
in der gesamten pädagogischen Interaktion mit dem Kind, d. h. in den Lern- und Leistungsanforderungen, in den sachlogischen Konsequenzen, im Einhalten von Regeln und Normen der Klasse bzw. Schule, etc..

gleiches Regelverständnis bei allen Teammitgliedern
gleichbleibende Wenn-Dann-Beziehungen, bezogen auf tradierte
verhaltens- und lernbezogene Normen und Werte in der Klasse / Schule als Strukturierungshilfe für die Schüler.

offener pädagogischer Dialog der Teammitglieder

im Sinne eines inszenierten Lehrergesprächs vor den Schülern als
pädagogisches Mittel zur Umsetzung von Lob und Ermutigung, Spiegelung des Schülerverhaltens, prophylaktische Krisenintervention, etc..

 

Welche besonderen Merkmale zeichnen die Erziehungsarbeit an der Förderschule  Berliner Straße aus?

Erziehungs- und Beziehungsarbeit findet an der Förderschule auf drei Ebenen statt und lässt sich kennzeichnen als

  • Erziehungsarbeit mit dem Kind, die gekennzeichnet ist durch:

unbedingt positives Menschenbild

Beziehungsarbeit und Beziehungshilfe

Entdecken und Fördern von Ressourcen

vorhersehbares Einfordern und Durchsetzen sachlogischer
Konsequenzen

Über die tragfähige zwischenmenschliche Beziehung auf der Grundlage von Wertschätzung, Akzeptanz und Annahme des Kindes sollen seine Kompetenzen wahrgenommen, entdeckt, freigelegt, daran angeknüpft und gefördert werden, um die kindlichen Ressourcen über gemeinsam erarbeitete Zielvereinbarungen, Verhaltensmodifikation, Gespräche und Reflektion/ Spiegeln zu stabilisieren und  sukzessiv auszubauen.

  • Erziehungsarbeit in der Kooperation mit außerschulischen Partnern und Diensten, die gekennzeichnet ist  durch:

regelmäßigen Austausch

Entwickeln von Helfernetzen
d. h. Kooperation und Vernetzung mit den Partnern im Sinne des Kindes als großer Anteil der täglichen  Erziehungsarbeit.

  • Erziehungsarbeit in der Kooperation mit den Eltern, die gekennzeichnet ist durch:

Einfordern und Anstreben einer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit
als notwendige Vorraussetzung für erfolgreiche pädagogische Arbeit.

 

Welche Besonderheiten zeichnen Unterricht und Erziehung an der Förderschule  Berliner Straße aus?

Um die anvisierten pädagogisch-psychologischen Prozesse beim Kind in Gang zu bringen, kann sich Unterricht und Erziehung nicht allein auf den ritualisierten und größtenteils prinzipiengeleiteten Tagesablauf berufen, sondern es werden in den verschiedenen Klassen „Highlights“ ins Schulleben eingebracht, die sich beschreiben lassen als:

Feiern der Geburtstage

Klassenfahrten und Ausflüge

Schulübernachtungen

Brauchtumspflege an bestimmten Tagen

gemeinsames Kochen und Frühstücken

Es werden Lern- und Erfahrungssettings für die Schüler geschaffen, die es ihnen außerhalb der gewohnten inneren und äußeren (Klassen- und Tages-) Strukturierung ermöglichen können, neue und andere Lebenserfahrungen mit sich, ihren Lehrern und Mitschülern zu sammeln.

 

Wie gestaltet sich das Teammodell an der Förderschule Berliner Straße?

Welche Grundgedanken zur Teamarbeit haben wir an der Förderschule Berliner Straße?


Teamarbeit bietet eine neue Chance, im Sinne von gezielter Förderung des einzelnen Schülers sowie differenzierter Beobachtung/Betrachtung von Schülern/Situationen und damit einer besseren (pädagogischen) Analyse.
Zudem fördert die Teamarbeit die Überwindung von Gegensätzen, das Gemeinschaftsempfinden und bietet Rückhalt und Unterstützung in schwierigen Situationen.

Je drei Kollegen/innen unterrichten zwei Klassen, wo liegen die Vorteile?

An der Förderschule Berliner Straße sind unterschiedliche Unterrichtsmodelle möglich. Die Schüler haben, je nach Bedarf, mehrere Ansprechpartner – denn neue Beziehungsebenen bedeuten neue Möglichkeiten.
Der jeweilige Unterrichts- und Erziehungsauftrag wird durch die Teamarbeit auf mehrere Schultern verteilt. In der Elternarbeit werden individuell verbindliche Ansprechpartner festgelegt.

Klare Arbeitsschwerpunkte – klare Kommunikationsstrukturen – mit klaren Zielen
Im Rahmen von einem Schuljahr legen die einzelnen Teams ihre Arbeitsschwerpunkte und  -ziele fest.
Die Teams treffen sich jeweils einmal die Woche zur gemeinsamen Besprechung, in überschaubaren Zeitabständen finden zusätzlich Teamsitzungen mit der Schulleitung statt.
Alle 14 Tage treffen sich die Teams in Stufensitzungen. (Primar + Sek. I )

Flexibles Arbeiten wird durch Teamarbeit ermöglicht
  1. Die Teamarbeit stellt eine konstante Entlastung der Kollegen (im Unterricht) dar
  2. Gemeinschaftliche bzw. je nach Bedarf aufgeteilte Durchführung von VO-SF ist möglich
  3. Im Krankheitsfall muss kein Unterricht entfallen

Die Einleitung und Förderung der Teamarbeit an der  Förderschule  Berliner Straße wird mit der Unterstützung des Instituts für Schulberatung und Schulentwicklung Köln durchgeführt.